Serieller Geräteserver für den industriellen Einsatz

Beim Anschluss älterer Feldgeräte an moderne SCADA- oder Cloud-Plattformen versagt generische Consumer-Hardware. Valtoris entwickelt industrielle serielle Geräteserver (RS232/RS485/RS422 zu Ethernet/Wi-Fi), die speziell für raue Umgebungen konzipiert sind. Anstelle einer einfachen transparenten Übertragung verfügen unsere Konverter über integrierte Modbus-RTU-zu-TCP-Gateways, MQTT-Protokollunterstützung und robusten elektrischen Schutz – und gewährleisten so eine zuverlässige Telemetrie für die Fabrikautomation und Stromverteilungsnetze.

Netzwerk-Topologiediagramm, das den seriellen Geräteserver von Valtoris zeigt, der RS485-Modbus-RTU-Messgeräte mit einem TCP/IP-SCADA-System verbindet.

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Häufig gestellte Fragen

Frage 1: Wie schließe ich mehrere serielle Geräte an einen einzigen Ethernet-Anschluss an?

A: Es gibt zwei Vorgehensweisen. Erstens: Verbinden Sie mehrere lokale serielle Geräte über einen Multi-Port-Serial-Server (z. B. einen Server mit 4 oder 8 Ports) zu einem RJ45-Uplink. Zweitens: Verwenden Sie die Daisy-Chain-Topologie. Serielle Server mit zwei Ethernet-Ports werden dabei als unmanaged Switch eingesetzt. Sie können diese in Reihe schalten und so den Bedarf an externen industriellen Switches in Ihrem Schaltschrank vollständig eliminieren.

Frage 2: Meine ältere SCADA-Software erkennt nur lokale COM-Ports (COM1, COM2). Wie kann sie Daten von einem seriellen Ethernet-Server abrufen?

A: Dazu verwenden Sie ein Programm für virtuelle COM-Ports (VCOM). Unsere Server enthalten ein Dienstprogramm, das auf Ihrem Windows- oder Linux-Host installiert wird. Es ordnet die IP-Adresse des Remote-Seriell-Geräteservers einem virtuellen lokalen COM-Port zu. Ihre ältere Software funktioniert dann so, als wäre das RS232/RS485-Gerät direkt an der Rückseite des PCs angeschlossen.
(Die vollständige Softwarekonfiguration finden Sie in unserem umfassenden [Leitfaden zur RS232-zu-Ethernet-Konvertierung und Pinbelegung])

Frage 3: Was ist der Unterschied zwischen einer einfachen „transparenten Übertragung“ und einem echten „Modbus-Gateway“?

A: Bei der transparenten Übertragung werden die ursprünglichen seriellen Daten einfach in TCP-Pakete gepackt und blind versendet. Das funktioniert zwar bei einfachen ASCII-Daten, führt aber beim Abfragen von Modbus RTU aufgrund von Netzwerklatenz häufig zu Timeout-Fehlern und Busblockaden. Ein echtes Modbus-Gateway übersetzt das Protokoll aktiv von Modbus RTU in Standard-Modbus TCP/IP. Es verwaltet Slave-IDs, parst Pakete und puffert Daten lokal, um Polling-Konflikte zu vermeiden und sofortige SCADA-Antworten zu liefern.

Frage 4: Benötige ich separate Geräteserver für RS232- und RS485-Geräte?

A: Nicht, wenn Sie sich für ein vielseitiges 3-in-1-Modell entscheiden. Unsere seriellen Geräteserver der nächsten Generation, wie die [1CH-RS232/485/422-ETH-Serie], vereinen alle drei gängigen seriellen Schnittstellen in einem Gerät. Dies ermöglicht Systemintegratoren die Standardisierung auf ein einziges Hardwaremodell im gesamten Werk, mit einfacher Anbindung zwischen älteren RS232-SPSen und weitreichenden RS485-Sensornetzwerken.

Frage 5: Können mehrere SCADA-Master gleichzeitig denselben seriellen Geräteserver abfragen?

A: Einfache transparente Konverter stürzen ab oder liefern fehlerhafte Daten, wenn zwei TCP-Hosts gleichzeitig denselben RS485-Bus abfragen. Als spezialisierter Hersteller von seriellen Verbindungslösungen verfügen unsere fortschrittlichen Server über integrierte Multi-Host-Unterstützung und Modbus-Speicher-Caching. Dadurch können mehrere SCADA-Systeme den Server gleichzeitig abfragen, wobei die Daten innerhalb von Millisekunden zurückgegeben werden, ohne dass es zu Kollisionen auf dem seriellen Bus kommt.

Frage 6: Wie gehen diese Server mit Stromspitzen und Erdschleifen in Fabrikumgebungen um?

A: Konverter für den Consumer-Bereich fallen bei elektrischer Belastung sofort aus. Da die serielle Konnektivität unser zentraler technischer Vorteil ist, sind die Industriegeräte von Valtoris mit einer robusten elektromagnetischen Abschirmung (EMI), einem speziellen Überspannungsschutz für die serielle Schnittstelle und einem breiten Eingangsspannungsbereich (z. B. 9–24 V DC) ausgestattet. Sie werden strengen Tests unterzogen, um den rauen elektrischen Transienten standzuhalten, die in der Stromverteilung und der Schwerindustrie häufig auftreten.